Das Team

Sudan 2011/12

 

Sudan 2011/12

Erfolgreich die Außenpolitik der Regierung eines Landes zu vertreten, das in der öffentlichen Wahrnehmung für Staatszerfall, Bürgerkrieg, Menschenrechtsverletzungen und prekäre wirtschaftliche Verhältnisse steht, war die ebenso anspruchsvolle wie anregende Aufgabe der diesjährigen „Model United Nations“-Delegation der FAU: zu repräsentieren war die Republik Sudan.

Dieser Herausforderung hatten sich die 20 studentischen Delegierten aus vier der fünf Fakultäten unter fachkundiger Anleitung gestellt und sich über mehrere Monate intensiv vorbereitet: im wöchentlichen Seminar, in umfangreichen Workshops zu Verhandlungsführung, Rhetorik, Redenschreiben und Teambildung, während einer Expertenwoche im Auswärtigen Amt, auf mehreren Übungskonferenzen, mittels Briefings durch die Botschaft des Sudan in Berlin und seiner Ständigen Vertretung bei den Vereinten Nationen sowie durch exklusive Expertenvorträge beim VN Bevölkerungsfond (Fund for Population Activities) und der VN Hauptabteilung für Friedenssicherungseinsätze (Department of Peacekeeping Operations) der Vereinten Nationen.

Das Gesamtkonzept des FAUMUN-Projekts und dessen kontinuierliche Professionalisierung haben sich dabei eindrucksvoll bewährt: Mit drei Auszeichnungen für herausragende Landespositionspapiere, einer Auszeichnungen als „Outstanding Delegates in Committee“, sowie dem Prädikat „Distinguished Delegation“ für die Gesamtdelegation ist die FAU erneut in der Gruppe der erfolgreichsten 10% der an NMUN teilnehmenden internationalen Universitäten vertreten und steht im Hinblick auf die konzeptionelle Breite und Tiefe des Vorbereitungsprogramms mit ihrem im nationalen und internationalen Vergleich noch jungen MUN-Projekt an der Spitze der deutschen Universitäten.

Die in Kooperation mit der Diakonie Neuendettelsau organisierte Konferenz BayernMUN ist eine der wesentlichen Evolutionsschritte des laufenden Projektjahres: Terminlich günstig gelegen, bietet die international besuchte UN-Simulation allen Teilnehmenden nicht nur die Gelegenheit, einen Eindruck von der Verhandlungssituation in großen Komitees in New York zu gewinnen und sich in einem internationalen Umfeld im Umgang mit dem offiziellem Regelwerk zu üben. Das Highlight der BayernMUN ist vielmehr die sowohl für potenzielle Arbeitgeber wie künftige Arbeitnehmer attraktive Möglichkeit, einander im Rahmen des Aktiv-Jobmesse-Konzepts lebensnah kennenzulernen.

Maßgeblich für den Erfolg von FAUMUN und BayernMUN war das kreative Kooperationsprogramm, in welchem sich die Partner, Förderer und Alumni mit ihren jeweiligen Kompetenzen vollständig und nicht selten auch zum Nutzen der anderen Beteiligten integrieren konnten. Zu den festen regionalen und nationalen Partnern gehören dabei insbesondere die Diakonie Neuendettelsau, die Rudolf Wöhrl AG, die ForumFinanz AG sowie die Deutsche Bahn AG.

Die Meilensteine des Jahres 2012 waren:

  • Mit der United Nations Society Nuremberg (UNSN) wurde ein Verein ausgegründet, dem eine spannende Zukunft bestimmt ist: Die UNSN soll als gemeinnütziger Förderverein, Konferenzträger, Seminaranbieter, Kompetenzpool der Projektorganisation sowie als Alumni-Netzwerk für ehemalige Programm-Teilnehmer_Innen dienen.
  • Mit BayernMUN wurde eine UN-Simulation geschaffen, die auf Grund ihrer strengen Regelauslegung, der partnerweisen Komiteebesetzung, der professionellen Konferenzräumlichkeiten sowie dem Konzept der integrierten Aktiv-Jobmesse deutschlandweit zu den anspruchsvollsten und attraktivsten Konferenzen für Studierende gehört. Über die international besuchte BayernMUN wurde auch in den Medien berichtet.
  • Das FAUMUN-Projekt wurde von einem professionellen Filmteam begleitet: vom ersten Tag an bis zu den letzten Stunden in New York. Für das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist eine 30-minütige Dokumentation exklusiv über das Projekt geplant, für die Universität darüber hinaus ein mehrminütiger Imagefilm über ihr internationales MUN-Programmangebot an ihre Studierenden. Die Veröffentlichung erfolgt im Sommer 2012 (Neuigkeiten hiezu werden wir über unsere Facebook-Seite mitteilen).
  • Gemeinsam mit der ForumFinanz AG bietet FAUMUN für künftige Studienabgänger der FAU interessante Seminarangebote zur Vorbereitung auf Bewerbungen, Assessment Centers und Vorstellungsgespräche an. Ehemalige FAUMUN-Delegierte werden insbesondere über die UNSN von dem Netzwerk und den Kompetenzen des Unternehmens profitieren können.
  • Im Rahmen der UNSN-Kooperationen unterstützen ehemalige und aktive FAUMUN-Projektleitende das Laurentius-Gymnasium Neuendettelsau mit Rhetorikseminaren, Verhandlungstrainings, englischsprachigen Workshops sowie MUN-spezifischer Expertise bei dessen MUN-Schülerprogramm. Darüber hinaus beteiligt sich das FAUMUN-Team aktiv am Schülermarketing in Form von Projektpräsentationen und Informationsständen zum Ausbildungsangebot der Friedrich-Alexander-Universität.
Projektleitung:

Nicolai Makosch, Alexander Hoeppel

Delegationsleitung:

Rolf Baasch, Nadine Paulick, Oliver Burger
General Assembly First Committee (GA 1st)

Frank Soldner (31, Germanistik/Sportwissenschaft/WiWi)

„Die Vereinten Nationen verkörpern für mich den Willen, die in der Welt auftretenden Irregularitäten demokratisch und friedlich auszugleichen, und damit jedem Volk und jedem Menschen den ihm zustehenden Respekt entgegenzubringen. FAUMUN bietet dabei eine der besten inneruniversitären Möglichkeiten, dieses faszinierende Aufgabenfeld zu erarbeiten.“

Vanessa Stahr (23, Ökonomie/Sinologie)

„Diese Welt so zu verändern, dass allen ihren Bewohnern ein menschen-würdiges Leben möglich ist – dieser Herausforderung versuchen sich meiner Meinung nach die Vereinten Nationen zu stellen. Dass am Ende einer Diskussion wirklich ein Erfolg erzielt wird und alle mit dem Ergebnis zufrieden sind, stelle ich mir dabei als den schwierigsten Teil bei der Arbeit der Delegierten vor. Durch die Teilnahme an FAUMUN möchte ich gerne als Teil eines Teams die Erfahrung machen, das bestmögliche Ergebnis für das uns zugeteilte Land zu erzielen.“

General Assembly Second Committee (GA 2nd)
Radina Doneva (22, International Business Studies)

„Trotz der Komplexität der verhandelten Sachverhalte, die eine Realisierung idealtypischer Vorstellungen unerreichbar werden lässt, sind die Vereinten Nationen ein Symbol internationaler Toleranz und respektvoller gleichberechtigter Anerkennung. Die Bereitschaft von Staaten, globale Probleme gemeinsam zu lösen und Konflikte mit friedlichen Mitteln beizulegen sind ein bedeutender Fortschritt der Menschheit.“

Teoman Hagemeyer (24, Internationales Wirtschaftsrecht/Jura)

„Die Vereinten Nationen bilden das Forum der Völker und sind Quelle der Idee einer „Weltgemeinschaft“. In diesem Forum findet jede Nation gleichberechtigt Gehör und globale Probleme werden adressiert. Jeder Erfolg der Vereinten Nationen ist Symbol für die Möglichkeiten menschlicher Zusammenarbeit, jeder Misserfolg Symbol für ihre Grenzen.“

General Assembly Third Committee (GA 3rd)
Jennifer Hertlein (20, Politikwissenschaft/Öffentliches Recht)

„Frieden in der Welt ist nur möglich, wenn die Menschenrechte gewahrt werden. Daher ist es sehr wichtig, den Respekt für den Schutz der Menschenrechte zu fördern und genau das ist es, was die Vereinten Nationen leisten. FAUMUN bietet die einmalige Chance, Einblicke in die Arbeit der Vereinten Nationen zu erhalten, dieses Wissen anzuwenden und praktische Erfahrungen zu sammeln – und zwar nicht alleine, sondern zusammen mit anderen. Das macht FAUMUN einzigartig.“

João da Silva Tinen (27, Wirtschaftswissenschaften)

„Die Vereinten Nationen repräsentieren für mich ein gemeinsames Bestreben verschiedener Nationen, einen globalen Raum zu schaffen, in dem der Weltfrieden und die Menschenrechte gewährleistet werden. Indem die FAU den Studierenden die Möglichkeiten bietet, dieses Thema mittels eines kontinuierlichen Programms zu erforschen und wichtige internationale Themen zu debattieren, zeigt sie, welche Relevanz sie internationalen Angelegenheiten zuspricht.“

Commission on Narcotic Drugs (CND)
Julia Müller (24, Management)

„Für mich steckt die Bedeutung der Vereinten Nationen gleich im Namen: diese Institution soll Nationen vereinen, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen unserer heutigen Welt entwickeln und umsetzen. FAUMUN ist die ideale Ergänzung zur Theorie im Studium – es fördert Engagement, Teamgeist und Sozialkompetenz bei den teilnehmenden Studenten. Außerdem repräsentieren die Studenten „ihre FAU“ auf internationalem Parkett und fördern somit Bekanntheit und Ansehen der Universität.“

Kristian Tsekov (21, Sozialökonomik)

„Die Vereinten Nationen stehen für mich für die Menschenrechte und die Sicherung des Weltfriedens. Durch unsere Simulation lernen wir Leute aus der ganzen Welt kennen, die auch die Menschenrechte verteidigen möchten und zeigen, dass es doch möglich ist, dass sich Menschen mit verschiedenen Charakteren zusammensetzen und nach gemeinsamen Zielen streben. Bei NMUN repräsentieren wir unsere Universität vor anderen hoch angesehen Universitäten und haben die Möglichkeit, durch unser Engagement der FAU zu noch mehr internationalem Ansehen zu verhelfen.“

Economic and Social Commission for Western Asia (ESCWA)
Christoph Brug (20, Wirtschaftswissenschaften)

„Zusammenschluss (fast) aller Völker der Welt und Rahmen für die inter-nationale Zusammenarbeit auf allen erdenklichen Gebieten von der Kultur bis zu Sicherheitsfragen – das sind die Vereinten Nationen für mich. Bei FAUMUN erwartet mich sehr viel Arbeit und ich werde vielleicht auch das ein oder andere Mal an meine Grenzen stoßen. Trotzdem habe ich mich beworben, weil ich viele Erfahrungen sammeln und meine Fähigkeiten verbessern, mein Potenzial unter Beweis stellen und mich in ein hochmotiviertes Team einbringen will.“

Tanja Klein (22, Deutsch/Geschichte/Sozialkunde)

„Gänzlich im Sinne ihrer Charta stehen die Vereinten Nationen für mich in erster Linie für das internationale Streben nach Sicherung des Weltfriedens und eine Plattform zur Diskussion drängender Probleme. Auch wenn selten umgehend Lösungen für diese gefunden werden können, Staatsinteressen häufig kollidieren und zu den Vereinten Nationen auch immer ein bisschen Idealismus gehört – in welcher anderen Institution sind sonst 193 Nationen „vereint“?“

Children’s Fund (UNICEF)
Andine Bieler (24, Development Economics/International Studies)

„Als internationaler Zusammenschluss vieler Staaten dieser Welt verbinde ich die Vereinten Nationen mit ihren Hauptzielen: Weltfrieden, Menschenrechte und globale Zusammenarbeit. Die Vorstellung, an einem globalen Planspiel mitzumachen, hat mich von Anfang an sehr begeistert. Die Teilnahme an FAUMUN wird mich sicher persönlich fordern. Darüber hinaus hoffe ich, mein Wissen über Aufbau und Wirken dieser Organisation zu erweitern, meine Kenntnisse und Fähigkeiten zu verbessern und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.“

Christina Gallinat (20, International Production Engineering and Management)

„Die Vereinten Nationen repräsentieren für mich in erster Linie die Einhaltung der Menschenrechte sowie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Bei FAUMUN habe ich mich beworben, weil es mir für mich die Chance darstellt, Politik auf der höchsten Ebene kennenzulernen und mit Studenten aus der ganzen Welt an NMUN teilzunehmen. Dort wird die FAU durch die Delegierten des FAUMUN-Projekts vor 5000 internationalen Studenten repräsentiert und als interessante und begeisternde Universität vorgestellt.“

Conference on Sustainable Development (Rio + 20)
Ansgar Hudde (20, Sozialökonomik)

„Die Vereinten Nationen leisten einen wichtigen Beitrag auf dem Weg hin zu global governance, sie stehen für die Hoffnung auf eine friedlichere und sichere Welt. Leider spiegeln sie auch die Trägheit und Schwierigkeit internationaler Verständigung und Einigung wider. Dieses hochkomplexe System hoffe ich durch FAUMUN besser zu verstehen. Darüber hinaus trägt FAUMUN meiner Meinung nach dazu bei, dass die FAU, die an sich selbst einen hohen Anspruch an Internationalität, Interdisziplinarität und Praxisbezug stellt, diesem tatsächlich gerecht wird.“

Claudia Stier (23, Sozialökonomik)

„Die FAU reiht sich mit ihrer Teilnahme an der größten Simulation der Vereinten Nationen in die Liste der renommiertesten Universitäten der Welt ein und beweist ihr Potenzial an künftigen Führungspersönlichkeiten. Besonders stechen dabei die breite disziplinäre Vielfalt der Universität sowie die Eigeninitiative ihrer Studenten heraus. Sich mit einem Land in all seiner Vielfalt auseinanderzusetzen und dessen Interessen im Namen seiner Alma Mater vor internationalem Publikum in New York vertreten zu dürfen, weckt die Begeisterung vieler Studierender.“

African Union (AU)
Jonas Ajubi (22, Rechtswissenschaft)

„Die Agenda der Vereinten Nationen bildet eine Basis, an der sich die Menscheit beim Setzen gemeinsamer, globaler Ziele orientieren kann. Die Interdisziplinarität des FAUMUN-Projekts wiederum sorgt für eine hohe Diversität der Herangehensweisen an die einzelnen, in den VN behandelten Problemfelder. Auch wenn mich ein hoher Zeitaufwand und ein langer, harter, spannender Weg voll konzentrierten Arbeitens erwartet: Ich wollte unbedingt ein Teil dieses besonderen Projekts und dieses großartigen Teams sein.“

Melanie Theisinger (24, Politik/Ökonomie)

„Als Zusammenschluss von derzeit 193 Staaten verkörpern die Vereinten Nationen für mich den Willen, ein friedliches globales Zusammenleben zu schaffen, um die Herausforderungen unserer Zeit mit der weltweiten Staatengemeinschaft anzugehen. Dies leistet einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung und schafft für weniger einflussreiche Länder eine Plattform, ihre Belange dazustellen.“

Organisation of Islamic Cooperation (OIC)
Lydia Funck (22, Politikwissenschaft/Orientalistik)

„Die Vereinten Nationen symbolisieren für mich einen hoffnungsvollen Lösungsansatz für weltweite Probleme durch multilaterale Zusammenarbeit. Als Forum der Mitgliedstaaten bietet diese Organisation die Möglichkeit, auftretende Herausforderungen für Frieden auf der Welt gemeinsam anzugehen und durch die Beteiligung aller Akteure Kompromisse zu finden. Trotz Ineffizienz und Differenzen sind die Vereinen Nationen und ihre Menschenrechtscharta für die Menschen unverzichtbar.“

Narendiran Sivanesan (25, Mathematik)

„Auf ideeller Seite bieten die Vereinten Nationen ein Forum zur Völkerverständigung, fungieren sie doch als Schutzpatron des Völkerrechts und der Menschenrechte. Konkret sieht sich diese Organisation jedoch vielerlei Schwierigkeiten und Hürden gegenübergestellt. Die Bewältigung dieses Drahtseilaktes begründet meine Faszination an dieser einzigartigen Institution, deren Arbeitsweise und Beschäftigungsfelder mir als Mathematiker eher fremd und dadurch umso spannender erscheinen.“

Conference on the Arms Trade Treaty (ATT)
Julien Adelberger (23, Development Economics/International Studies)

„Um den weltpolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden, sind meines Erachtens nach besonders multilaterale Lösungen als die effektivsten Instrumente anzusehen. Ein weites Spektrum an Aufgaben und Verantwortungen übernehmen gegenwärtig die Vereinten Nationen; sie sind aus diesem Grund für mich herausragende Evidenz für das globale Streben nach kollektiver Sicherheit, sozioökonomischer Stabilität und internationaler Kooperation.“

Teresa Andermann (20, Politikwissenschaft/English and American Studies)

„Die Vereinten Nationen sind für mich DIE internationale Organisation, um gemeinsam an aktuellen Problemen zu arbeiten und Lösungen für ein friedliches Miteinander in der Welt zu finden. FAUMUN ist ein Prestigeprojekt für unsere Universität, dessen Konzept mich interessiert und reizt. Mit anderen als Team an „unseren“ Standpunkten zu arbeiten, sie in New York zu vertreten und dabei über sich hinauszuwachsen ist eine große Herausforderung und Chance zugleich.“

Kontakt

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  • Organisation: ZIEW Erlangen
  • Adresse:
    Bismarckstraße 12
    91054 Erlangen
  • Telefonnummer: +49 157 72473219
  • E-Mail: organisation@faumun.org

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