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Marokko 2007/08

Marokko 2007/08

Die Erlanger Pionierdelegation hielt sich vom 14. bis 25. März 2008 an den Originalschauplätzen der Vereinten Nationen in New York City auf, um das Königreich Marokko zu vertreten. Die Erlebnisse der Teilnehmer des Projekts sind durch nichts aufzuwiegen. „Eine wahre Begeisterungswelle ging durch den Saal, als Ban Ki-Moon tatsächlich den Raum betrat“, erinnert sich Lena Wörrlein euphorisch. Den Generalsekretär der Vereinten Nationen sprechen zu hören, war für die 26-jährige Teilnehmerin der Delegation 2008 der absolute Höhepunkt der Konferenz. Ihrer Delegationskollegin Aleksandra Kozlowska erging es ähnlich: „Der Moment, in dem er uns als zukünftige Diplomaten ansprach, hat mich am meisten fasziniert.“ Mit seiner Rede habe er die Studentinnen und Studenten in ihrer Arbeit und in ihrem Engagement für die internationale Gemeinschaft bestärkt.

Für Florian Meyer begann die Konferenz mit einem großen Knall. Die Arbeit in der Economic Commission für Africa (ECA), ein Komitee mit etwa 70 Delegierten aus nahezu allen afrikanischen Staaten, hatte er sich zwar nicht als einfach vorgestellt, aber mit einem so furiosen Beginn habe er nicht gerechnet: „Die Delegationen aus den USA boxten das Agenda Setting in einer halben Stunde durch – natürlich nach ihren Präferenzen.“ Obwohl er sich anstrengte und geschickt argumentierte, wurde das Thema des von ihm vertretenen Königreichs Marokko chancenlos abgeschmettert.

Viele Teilnehmer hatten den Eindruck, dass man in der Politik auf dem Weg, Kompromisse zu finden, auch Zugeständnisse machen muss, die an den eigenen Idealen kratzen. Auf die Frage, ob die Konferenzteilnahme ihr Urteilen über politische Entscheidungsprozesse verändert hat, sagt Aleksandra: „Ganz klar: ja!“

Lena kann ihrer Kollegin nur zustimmen. Durch die Teilnahme an NMUN 2008 habe sie gelernt, selbstbewusst für ihre Ideen einzustehen und sie in einer fremden Sprache zu verteidigen. In einem Punkt sind sich alle Teilnehmer der vergangenen Delegation einig: Durch ihre Partizipation in dem Projekt haben sie ein besseres Verständnis für die Vereinten Nationen und die globalen Probleme in dieser Welt entwickelt, diplomatisches Auftreten erlernt sowie viele interessante Gespräche mit Delegierten verschiedenster Nationen erleben können.